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Die physikalische Krankenuntersuchung:View comments on item 1 Add your comment on this item1

 

Generelles: Add your comment on this item2

 

Der hygienische Dresscode des Krankenhausarztes Add your comment on this item3

Tragen Sie bitte bei allen im Folgenden angeführten Tätigkeiten einen weißen Mantel (zugeknöpft, Ärmel hochgekrempelt). Wechseln Sie den Mantel nach jeder offensichtlichen Kontamination, ansonsten - wenn möglich - täglich. Binden Sie lange Haare zurück und entfernen Sie Schmuck von Ihren Händen. Add your comment on this item4

 

Händedesinfektion Add your comment on this item5

Die Hände des Personals sind die häufigsten Keimüberträger im klinischen Betrieb. Konsequente Händehygiene ist deshalb eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vermeidung nosokomialer Infektionen. Add your comment on this item6

Händewaschen entfernt nur Schmutz und führt zu einer unwesentlichen Keimreduktion der Haut. Add your comment on this item7

þ      Die hygienische Händedesinfektion soll transiente Keime beseitigen (Mikrobenspezies, die aus der Umgebung aufgenommen werden). Add your comment on this item8

 

Hygienisches Arbeiten und einwandfreie, desinfizierte Gerätschaften z.B. Stethoskope zählen selbstverständlich auch zu den elementaren Voraussetzungen einer sorgfältigen Krankenuntersuchung.  Add your comment on this item9

 

Kontakt mit dem Patienten Add your comment on this item10

 

Wichtig ist der höfliche, taktvolle Umgang mit dem Patienten und die  Add your comment on this item11

Konzentration auf die vom Patienten angegebenen Beschwerden. Ablenkungen wie z.B.  Add your comment on this item12

Telefonieren oder Gespräche mit Anderen sind zu unterlassen.  Add your comment on this item13

 

Die Kontaktaufnahme mit einem Patienten beinhaltet folgende Handlungen: Add your comment on this item14

 

·        BegrüßungView comments on item 15 Add your comment on this item15

·        Vorstellung Add your comment on this item16

·        Handelt es sich um den richtigen Patienten? (Armcode falls Patient nicht kontaktierbar) Add your comment on this item17

·        Eigentliche Kontaktaufnahme (einen Moment innehalten, den Patient als Person wahrnehmen, den Patientenkontakt nicht auf die reine Handlung reduzieren) Add your comment on this item18

·        Erklärung der Tätigkeit Add your comment on this item19

 

Beim Beenden des Patientenkontakts: Add your comment on this item20

 

·        Patient ermutigen, Fragen zu stellen und sich bei Problemen und Komplikationen rückzumelden Add your comment on this item21

·        Auf allfällige weitere Anweisungen/Informationen nicht vergessen Add your comment on this item22

·        Verabschiedung vom Patienten Add your comment on this item23


Zum Untersuchungsablauf: Add your comment on this item24

 

Anm.: Aus organisatorischen Gründen wird die Erhebung des Status präsens in Teilbereiche gegliedert – in der Realität wird der Status in seiner Gesamtheit erhoben! Add your comment on this item25

 

Eine sorgfältige Anamnese, gemeinsam mit einer genauen körperlichen Untersuchung beim Erstkontakt, weist die Richtung der zunächst vorzunehmenden weiterführenden  Add your comment on this item26

Untersuchungen, ermöglicht effiziente Diagnosen und hilft dadurch dem Arzt und dem Patienten.  Add your comment on this item27

Darüber hinaus werden Kosten für u. U. unnötige Untersuchungen vermieden.  Add your comment on this item28

Als Basis für eine physikalische Krankenuntersuchung dient die genaue Kenntnis der  Add your comment on this item29

Verhältnisse beim Gesunden.  Add your comment on this item30

 

Zum ersten Patientenkontakt gehört eine Erhebung der Vitalparameter (Blutdruck, Puls-,  Atemfrequenz, Körpertemperatur). Der Untersucher macht sich ein orientierendes Bild vom Patienten und schätzt ab, ob dringender Handlungsbedarf besteht (Notfall). Im weiteren Verlauf der klinischen Untersuchung entscheidet der Untersucher auch über die weitere Diagnostik (bildgebende Verfahren, Labor, konsiliarische Begutachtung etc.). Add your comment on this item31

 

Patientenführung Add your comment on this item32

Als Untersucher sollte man daran denken, dass der klinische Status für den Patienten meist keine Routine ist, und auch immer eine Verletzung der Privatsphäre bedeutet. Deshalb ist es wichtig, jeden Untersuchungsgang zu erklären, und dem Patienten klare Anweisungen zu geben. Das Wissen um die Notwendigkeit bzw. den Ablauf der Untersuchung beugt dem Gefühl des Kontrollverlustes beim Patienten vor. Add your comment on this item33

 

Dokumentation von Befunden Add your comment on this item34

Bei der Dokumentation sollten keine Diagnosen, sondern Symptome und eigene Worte zur Beschreibung der Auffälligkeiten verwendet werden. Also nicht „Psoriasis oder Mitralstenose“ sondern: „schuppendes Exanthem bzw. Diastolikum mit punctum maximum über der Herzspitze“.  Add your comment on this item35

Beziehen Sie den Patienten bei pathologischen Befunden immer als Informationsquelle mit ein. Eventuell wurde bereits anderswo weiterführende Diagnostik durchgeführt, oder der Patient kennt sich mit seiner Grunderkrankung bereits bestens aus. Add your comment on this item36


Untersuchungsreihenfolge: Add your comment on this item37

 

Es ist zu empfehlen, sich bei der physikalischen Untersuchung ein Schema zurechtzulegen, und sich systematisch vorzuarbeiten. Man sollte sich vom Scheitel zu den Sohlen durcharbeiten, meist folgt man der Reihenfolge: Inspektion - Perkussion - Palpation - Auskultation Add your comment on this item38

 

Die einleitende Inspektion besteht aus der Erhebung  Add your comment on this item39

 

  • des Allgemeinzustands (gut, krank, (sehr) reduziert, im Schock, Konstitutionstyp),  Add your comment on this item40
  • des Ernährungszustands (kachektisch, normal, übergewichtig, adipös),  Add your comment on this item41
  • der Bewusstseinslage (zeitl./räuml./situativ/zur Person orientiert, wach, somnolent, soporös, komatös),  Add your comment on this item42
  • sowie einer Begutachtung des gesamten Organs Haut (siehe Blickdiagnosen).  Add your comment on this item43

 

Der Patient wird aufmerksam beobachtet und alle Abweichungen werden in beschreibenden, möglichst anschaulichen Worten dokumentiert.  Add your comment on this item44

 

 

Allgemeinzustand (AZ): wichtig ist der erste Eindruck des Patienten!  Add your comment on this item45

 

Patient erscheint: Add your comment on this item46

·       normal, reduziert, sehr reduziert Add your comment on this item47

·       Tonus, Körperhaltung Add your comment on this item48

·       psychisch: normal, nervös, verwirrt, eingeengtView comments on this item Add your comment on this item49

·       Mimik: z.B. starr bei M. Parkinson,  Add your comment on this item50

·       Sprache: normal, heiser, verwaschenView comments on this item Add your comment on this item51

·       Konstitutionstyp: athletisch, pyknisch, leptosom Add your comment on this item52

·       Bewusstseinslage: Add your comment on this item53

 

o        „verlangsamt“ Add your comment on this item54

o        somnolent/soporös  Add your comment on this item55

o        bewusstlos, komatös Add your comment on this item56

o        wach Add your comment on this item57

o        agitiert, … Add your comment on this item58

 

Ernährungszustand (EZ): Add your comment on this item59

 

·       normal, reduziert, über-, untergewichtig, kachektisch, adipös Add your comment on this item60

Größe/Gewicht:   BMI=Gewicht / Körperlänge [kg/m2]

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·       Untergewicht: < 18 Add your comment on this item62

·       Normalgewicht: 18 – 25 Add your comment on this item63

·       Übergewicht: 26 - 29 Add your comment on this item64

·       Adipositas: 30 - 40 Add your comment on this item65

·       Adipositas permagna: > 40 Add your comment on this item66

 

AZ und EZ, wenn nicht normal, sollen differenziert beschrieben werden Add your comment on this item67


Vitalparameter: (Erwachsene) Add your comment on this item68

 

·       normale Atemfrequenz: 12 - 16 /min (orthopnoisch)View comments on item 69 Add your comment on this item69

o        Tachypnoe: > 16/ min Add your comment on this item70

o        Bradypnoe: < 12 /min Add your comment on this item71

 

·       Atemnot – Patient ringt um Luft Add your comment on this item72

o        dyspnoisch Add your comment on this item73

 

·       Stridor: hörbares (pfeifendes) Geräusch bei behinderter Einatmung durch Verengung der oberen LuftwegeView comments on this item Add your comment on this item74

 

·       Puls: normal 60-100/min Add your comment on this item75

o        Tachykardie > 100 /min Add your comment on this item76

o        Bradykardie < 60 /min Add your comment on this item77

o        rhythmisch, arrhythmisch (Extrasystolen, Vorhofflimmern) Add your comment on this item78

 

 

Blutdruck: Messung bei Statuserhebung immer notwendig! Add your comment on this item79

 

 

 

Palpation, Perkussion & Auskultation: Add your comment on this item80

 

Die Palpation (palpare - lat.: streicheln) ist die Untersuchung mit den Händen, Betasten, Befühlen, Beurteilung von Organgrenzen, Oberfläche, Konsistenz, Pulsationen, Fluktuation, Temperaturunterschiede, Druckschmerz und Fremitus. Add your comment on this item81

 

Bei der Perkussion (percussio - lat. das Klopfen) versucht man die Gewebe des Patienten durch Beklopfen zu erfassen, wobei der hervorgerufene Klopfschall beurteilt wird.  Add your comment on this item82

Als „Perkussionshammer“ dient der Mittelfinger der dominanten Hand.  Add your comment on this item83

Dieser klopft senkrecht auf das Endgelenk des Mittelfingers der anderen Hand, und zwar mit kurzem federndem Schlag aus dem lockeren Handgelenk. Wichtig ist auch der Anpressdruck des aufliegenden Fingers. Die Stärke des Klopfens hat einen direkten Einfluss auf die Tiefe der Perkussion und damit der wahrzunehmenden Strukturen. Add your comment on this item84

 

 


Abgrenzende Perkussion: dabei hält man den aufliegenden Finger – nur die Endphalanx - parallel zu der zu erwartenden Organgrenze und beklopft das Endgelenk; wichtig zur genauen Erfassung einer Schallgrenze (Grenze zwischen lufthaltigem und nicht lufthaltigem Gewebe)  Add your comment on this item85

 

Vergleichende Perkussion (Erfassung von Schallunterschieden): z.B. rechts/links  Add your comment on this item86

Im Gegensatz zur abgrenzenden Perkussion wird hierbei der gesamte Mittelfinger aufgelegt (größeres Schallareal) und die Mittelphalanx beklopft. Add your comment on this item87

 

 

Schallqualitäten: Add your comment on this item88

·       Schenkelschall: dumpfer, kurzer Schall wie bei Perkussion des Oberschenkels, Leber  Add your comment on this item89

·       Sonorer Klopfschall(KS): klingender, tiefer Schall, wie über gesundem Lungengewebe Add your comment on this item90

·       Hypersonorer KS: tiefer, lauter, länger als sonor, wie bei überblähter Lunge Add your comment on this item91

·       tympanitischer KS: trommelartig über gespannten, luftgefüllten Hohlräumen, z.B. Magen Add your comment on this item92

·       Dämpfung: sonorer KS wird leiser, dumpfer z.B. Flüssigkeitansammlung, Gewebevermehrung Add your comment on this item93

 

Während der Auskultation (auscultare - lat. horchen) werden mit Hilfe eines Stethoskops Geräusche gehört und analysiert. Die meisten Stethoskope sind mit einem Schalltrichter für nieder- bis mittelfrequente und einem Membrankopf für höherfrequente Schwingungen ausgestattet, die abwechselnd verwendet werden können. Um brauchbare Ergebnisse zu erzielen, müssen die Ohroliven gut angepasst sein und Schalltrichter bzw. Membran gut aufliegen.  Add your comment on this item94

 

Allgemeinstatus Add your comment on this item95

 

þ             Kontaktaufnahme mit dem Patienten (siehe Einleitung) Add your comment on this item96

þ             Frage nach Größe und Gewicht Add your comment on this item97

þ             Feststellen der räumlichen und zeitlichen Orientierung, des Hörvermögens und des psychischen Zustandes (siehe Ärztliche Gesprächsführung) Add your comment on this item98

þ             Blutdruck (RR) und Puls messen (siehe Ärztliche Grundfertigkeiten) Add your comment on this item99

þ             Patient macht sich frei Add your comment on this item100

þ             Feststellen des Allgemeinzustandes (AZ) und Ernährungszustandes (EZ)
(siehe Einleitung)
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þ             Überprüfen des Hautzustandes (siehe Wochenthema A & D: Kopf-Hals / Extremitäten) Add your comment on this item102

þ             Dokumentation (AZ, EZ, Bewusstseinslage, Vitalparameter) Add your comment on this item103


Wochenthema A (Kopf-Hals) Add your comment on this item104

 

Untersuchungsgang Add your comment on this item105

 

þ             Untersucher stellt sich vor Add your comment on this item106

þ             Patient macht sich frei (Hals) Add your comment on this item107

 

þ             Inspektion des Gesichtshautzustandes
(Basaliom, Spider naevi, Xanthelasmen, Ödem, …)
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þ             Palpation der Nasennebenhöhlen und des Mastoids
(Klopfschmerz)
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þ             Palpation der Trigeminusaustrittspunkte
(Seitengleichheit, Druckschmerz, Parästhesien)
 Add your comment on this item110

þ             Beurteilung des N. facialis
(Mimik: Stirnrunzeln, Lippenspitzen und Backen aufblasen, Pfeifen etc.)
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þ             Begutachtung der Augen
(Lider, Skleren, Konjunktiven)
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þ             Grobe Augenmotorik (inkl. Naheinstellung) Add your comment on this item113

þ             Gesichtsfeld Untersuchung
(Fingerperimetrie)
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þ             Begutachtung der Pupillen
(seitengleich mittelweit, rund, isocor, Naheinstellung)
 Add your comment on this item115

o        Lichtreaktion (direkt/indirekt, prompt, konsensuell) Add your comment on this item116

þ             Begutachtung des Mundes
(Zahnstatus, Mundboden, Schleimhaut, Foetor)
 Add your comment on this item117

þ             Begutachtung der Zunge
(Zungenbeweglichkeit, trocken, feucht, belegt)
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o        Heraustrecken lassen (Abweichung nach einer Seite) Add your comment on this item119

þ             Begutachtung des Pharynx und der Tonsillen mit Spatel
(Schleimhaut; Tonsillen: Entzündungszeichen, st. p. OP; Uvulastellung –
N. glossopharyngeus)
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þ             Palpation der Lymphknoten
(okzipital, retro-, infra-, präaurikulär, submental und -mandibulär, zervikal, jugulär, supra- und infraclavikulärl)
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þ             Inspektion der Schilddrüse am zurück geneigten Kopf
(Struma)
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þ             Bimanuelle Palpation der Schilddrüse von hinten
(Kopf/Hals gerade, Pat schlucken lassen, schluckverschieblich)
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þ             Tasten der Carotispulse bds.
(seitengleich)
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þ             Inspektion der Jugularvenen bds.
(Stauungszeichen, patholog. Pulse)
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þ             Überprüfung eines möglichen Meningismus
(Im Liegen Kopf anheben, versch. Richtungen)
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þ             Pat kleidet sich wieder an Add your comment on this item127

þ             Offene Fragen beantworten Add your comment on this item128

þ             Verabschiedung (siehe Einleitung) Add your comment on this item129


Kopf-Hals Add your comment on this item130

 

þ    Inspektion des Gesichtshautzustandes: siehe Blickdiagnosen Add your comment on this item131

þ    Palpation der Nasennebenhöhlen und des Mastoids: Add your comment on this item132

 

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann sich durch Schmerzen beim Beklopfen äußern (klopfdolent). Bei der Untersuchung klopft der Untersucher mit seinen Fingerspitzen über die Regionen der Sinus frontales und Sinus maxillares (Stirn- und Kiefer-Höhlen), sowie der Prozessus mastoidei. Add your comment on this item133

 

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þ    Hirnnervenaustrittspunkte (HNAP):  Add your comment on this item135

Die 3 Hauptäste des N. trigeminus treten an 3 verschiedenen Stellen aus dem Schädelknochen, nämlich durch das Foramen supraorbitale, das Foramen infraorbitale und das Foramen mentale. Diese sollten im Rahmen der Palpation durch leichten Druck (Daumen) auf Schmerzhaftigkeit untersucht werden. Add your comment on this item136

 

 

 

·       innerhalb der Augenbrauen (Foramen supraorbitale) Add your comment on this item137

 
              

 

·       Unterrand der
Orbita   (Foramen infraorbitale)
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·       seitlich des Kinn (Foramen mentale) Add your comment on this item139

 

 

 


þ    Mimik (N. facialis Prüfung):  Add your comment on this item140

Vorgehensweise: Man bittet den Patient Add your comment on this item141

 

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·       die Augenbrauen  Add your comment on this item143

hochzuziehen Add your comment on this item144

 

·       die Augen zusammen zu kneifen Add your comment on this item145

 
 


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·       die Zähne zu zeigen Add your comment on this item148

 

·       die Backen aufzublasen Add your comment on this item149

 
 

 

 


·       zu Pfeifen oder eine Kerze auszublasen Add your comment on this item150

 

 

 

þ    Begutachtung der Augen
(Lider, Skleren, Konjunktivae)
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Lider: Lidödem, Lideinlagerungen (Xanthelasmen) Add your comment on this item152

Konjunktiven: blass, gerötet, blaurot, Blutungen, Verfärbungen Add your comment on this item153

Skleren: Gefäßzeichnung, Gelbfärbung (ikterisch) Add your comment on this item154

Siehe Blickdiagnosen Add your comment on this item155


þ    Grobe Augenmotorik Add your comment on this item156

 

Der Untersucher sitzt dem Patienten gegenüber, der Patient folgt mit seinen Augen dem Zeigefinger des Untersucheres (WICHTIG: keine Mitbewegung des Kopfes!).
Der Finger des Untersuchers wird seitlich sowie nach oben und unten bewegt.
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Die Augen des Patienten sollten in einer gleichmäßigen, flüssigen Bewegung den Zeigefinger verfolgen.  Add your comment on this item158

Ein Fehlen derselben kann auf eine Störung der Augenmuskulatur, der sie versorgenden Nerven oder auf zentrale Störungen zurückzuführen sein. Bei Lähmung eines Augenmuskels bleibt der Bulbus zurück und es resultieren Doppelbilder in der Blickrichtung des Funktionsausfalles des betroffenen Augenmuskels. Add your comment on this item159

 

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Bsp.: Nystagmus und Adduktionsschwäche Add your comment on this item164

Nystagmus des rechten Auges beim Blick nach rechts Add your comment on this item165

Adduktions-schwäche beim Blick nach rechts Add your comment on this item166

 

Adduktions-schwäche beim Blick nach links Add your comment on this item167

Nystagmus des linken Auges beim Blick nach links Add your comment on this item168


Die Naheinstellung der Augen sollte geprüft werden, indem der Zeigefinger des Untersuchers von der Ferne bis auf ca. 10 cm an den Patienten angenähert wird und die Augen des Patienten eine Konvergenzbewegung durchmachen, die von einer Pupillenverengung begleitet wird.  Add your comment on this item169

 

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þ    Gesichtsfelduntersuchung – „Fingerperimetrie“View comments on this item Add your comment on this item171

 

Durchführung: Patient und Untersucher sitzen genau gegenüber, beide verdecken jeweils das spiegelbildliche Auge mit der Hand. Beide müssen Blickkontakt halten. Der Untersucher führt die freie Hand auf einer gedachten frontalen Ebene in der Mitte zwischen ihm und dem Patienten jeweils vom temporalen Rand des Gesichtsfeldes bis über die nasalen Anteile hinaus (obere und untere Quadranten).View comments on this item Add your comment on this item172

Mit dem Konfrontationsversuch (Fingerperimetrie) ist eine grobe Beurteilung des Gesichtsfeldes möglich. Dabei wird das Gesichtsfeld des Patienten mit dem des Untersuchers verglichen. Die Methode ist allerdings sehr grob und nur bei Quadrantenausfall oder Hemianopsie diagnostisch verwertbar. Wegen der großen diagnostischen und prognostischen Bedeutung von Gesichtsfeldausfällen sollte schon bei Verdacht auf Ausfälle eine fachärztliche Begutachtung durchgeführt werden. Add your comment on this item173

 

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þ    Pupillen und Pupillenreflex: Add your comment on this item175

 

Vor Prüfung des Pupillenreflexes muss die Beschaffenheit der Pupillen beurteilt werden: Add your comment on this item176

 

      • gleichweit (isokor), Add your comment on this item177
      • mittelweit, Add your comment on this item178
      • rund vs. entrundet, Add your comment on this item179
      • weit (Mydriasis) oder Add your comment on this item180
      • eng gestellt (Miosis; Medikamenten- oder Drogengebrauch?) Add your comment on this item181

Den Pupillenreflex prüft man am besten mit Hilfe einer Taschenlampe.  Add your comment on this item182

Hierbei fixiert der Patient einen Punkt in der Ferne, und der Untersucher schirmt durch seine am Nasenrücken des Patienten liegende nicht dominante Hand die Augen des Patienten von einander ab. Beim Beleuchten eines Auges sollte eine konsensuelle Reaktion im anderen Auge hervorgerufen werden (beide Pupillen verengen sich: prompt, verzögert, asymmetrisch, fehlend). Add your comment on this item183

 

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þ    Mund:  Add your comment on this item185

 

Inspektion: Add your comment on this item186

  • der Farbe der Lippen und der Gingiva (Mundschleimhaut) Add your comment on this item187
  • Veränderungen der Schleimhaut wie Bläschen, Ulzerationen (Geschwüre) oder Rhagaden (spaltförmige Einrisse der Haut) Add your comment on this item188
  • Rötung oder Schwellung der Schleimhäute als Zeichen einer Entzündung Add your comment on this item189
  • Foetor ex ore? Add your comment on this item190

 

Der prinzipielle Aspekt der Mundhöhle und die Begutachtung der Vollständigkeit und des Zustandes des Gebisses stellen weiters einen wichtigen Teil der Untersuchung dar, und geben außerdem Indizien auf die Hygiene des Patienten (saniert, vollständig, sanierungsbedürftig, teilweise erhalten, Prothese).  Add your comment on this item191

 

þ    Zunge: Add your comment on this item192

 

o       Größe Add your comment on this item193

o        Farbe Add your comment on this item194

o        Oberfläche [pathologischer Belag (z.B. im Rahmen einer Pilzinfektion), Exsikkose]  Add your comment on this item195

 

 

o        Zungenmotorik: Add your comment on this item196

Der Untersucher bittet den Patienten, die Zunge gerade, dann nach rechts und links hinauszustrecken. Eine ungewollte Abweichung der Zunge nach einer Seite weist auf eine Störung des ipsilateralen (gleichseitigen) XII. Hirnnerven (N. hypoglossus) hin. Add your comment on this item197


þ    Untersuchung des Pharynx und der Tonsillen:  Add your comment on this item198

Vorgehensweise: Mit dem Spatel fixieren Sie die Zunge, der Patient soll „AAAAAAA“ sagen - dabei achten Sie auf die Uvulastellung (Gaumenzäpfchen). Eine Seitenabweichung weist auf eine Läsion des N. glossopharyngeus hin. Add your comment on this item199

 

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þ    Lymphknoten:  Add your comment on this item201

 

Palpation zur Unterscheidung hinsichtlich: Add your comment on this item202

 

  • Verschieblichkeit Add your comment on this item203
  • Härte  Add your comment on this item204
  • Größe Add your comment on this item205
  • Schmerzhaftigkeit Add your comment on this item206

 

Eine Vergrößerung der Lymphknoten kann auf Entzündungen oder tumoröse Prozesse hinweisen: Add your comment on this item207

  • Akut entzündete Lymphknoten: meist weich, schmerzhaft und verschieblich Add your comment on this item208
  • Lymphknotenmetastasen oft hart, indolent und unverschieblich Add your comment on this item209

 

Es werden im Bereich Kopf-Hals routinemäßig folgende Lymphknoten palpiert: Add your comment on this item210

 

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Die Schilddrüse:  Add your comment on this item213

Ein ausgeprägter Kropf (Struma) ist eventuell schon bei zurück geneigtem Kopf an der Asymmetrie des Halses zu erkennen.
Die Schilddrüse ist bei Normalbefund in Ruhe nicht sichtbar.
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Quelle der Abb.: nicht eruierbar Add your comment on this item215

 

Bei der bimanuellen Schilddrüsenpalpation steht der Untersucher hinter dem sitzenden Patienten. Der Patient hält den Kopf gerade, die Finger palpieren suchend vom Ringknorpel nach lateral. Dann legt der Untersucher die Finger flach auf. Der Patient wird gebeten zu schlucken (eventuell mit Hilfe eines Glases Wasser), die Schilddrüse gleitet spürbar unter den Fingern des Untersuchers vorbei. Add your comment on this item216

 

 

Pathologische Befunde sind im Gegensatz zur regelrechten SD relativ leicht zu tasten
(z.B. Knoten, Vergrößerung, Asymmetrie, fehlende Schluckverschieblichkeit).
 Add your comment on this item217

 

þ    Palpation des Carotispulses:  Add your comment on this item218

Mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger einer Hand seitlich am medialen Rand des
M. sternocleidomastoideus den Puls der Arteria carotis tasten [Arterie liegt 2-3 Querfinger seitlich vom Schildknorpel („Adamsapfel“) des Patienten
]. Add your comment on this item219

 

CAVE: Keinesfalls den Daumen als Widerlager benützen (siehe Abb.) und niemals beide Carotiden gleichzeitig palpieren! Add your comment on this item220

 

 


 

þ    Überprüfung eines möglichen Meningismus Add your comment on this item221

 

Der Meningismus bezeichnet das Symptom der schmerzhaften Nackensteifigkeit bei Reizungen und Erkrankungen der Hirnhäute (Notfall!). Add your comment on this item222

Er ist eine reflektorische Verspannung der Nackenmuskulatur als Reaktion auf den Schmerz, bei tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) löst er sich wieder.
Zu einem meningealen Reizsyndrom gehören ferner Übelkeit bis zum Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit (Photo-/ Phonophobie).
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Das Brudzinski-Zeichen wird am entspannt auf dem Rücken liegenden Patienten getestet.
Es gilt als positiv, wenn bei passivem Vorbeugen des Kopfes reflektorisch die Beine in Hüft- und Kniegelenken angewinkelt werden. Es tritt insbesondere bei Meningitis, aber auch bei Enzephalitis oder einer Subarachnoidalblutung auf.
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(Kernig-Zeichen siehe Wochenthema D, Nervendehnungsschmerz) Add your comment on this item225

 

Durchführung: Kopf im Liegen anheben. Add your comment on this item226

 

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Venenstauuung Add your comment on this item228

 
 


Wochenthema B (Thorax / Wirbelsäule / Mammae) Add your comment on this item229

 

Untersuchungsgang Add your comment on this item230

 

þ             Untersucher stellt sich vor Add your comment on this item231

þ             Patient macht sich frei Add your comment on this item232

 

þ             Inspektion des Thorax
(Form, Symmetrie, inkl. Haut)
 Add your comment on this item233

þ             Beurteilung der Wirbelsäule
(Symmetrie im Herunterbeugen, Klopfschmerz?)
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þ             Palpation der axillären Lymphknoten Add your comment on this item235

þ             Inspektion und Palpation der Mammae Add your comment on this item236

þ             Thoraxkompression
(Schmerz?)
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þ             Überprüfung der Atemexkursionen Add your comment on this item238

þ             Überprüfung des Stimmfremitus (99) und Bronchophonie (66) Add your comment on this item239

þ             Auskultation der Lunge:
Patient atmet mit offenem Mund tief (Untersucher überprüft das) ein und aus
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o        Vergleichende Lungenauskultation:  zügig, auch vorne,  Add your comment on this item241

þ             Perkussion der Lunge: Add your comment on this item242

o        Vergleichende Perkussion der Lungenfelder
(inkl. Krönig’sche Schallfelder)
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o        Abgrenzende Perkussion der Lungengrenzen
(MCL, mittl. Axillar-, Skapular-, Paravertebrallinie)
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o        Prüfung der Atemverschieblichkeit   Add your comment on this item245

þ             Palpation des Herzspitzenstoßes (am p.m.) Add your comment on this item246

þ             Auskultation des Herzens (im Liegen) Add your comment on this item247

o        Orientierende Herzauskultation
(über Erb’schem Punkt mit Tasten des Radialispulses)
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o        Auskultation in Exspiration Add your comment on this item249

o        Auskultationspunkte für mögl. Fortleitung
(AK, PK, TK, MK, beide Carotiden, linke Axilla)
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þ             Pat kleidet sich wieder an Add your comment on this item251

þ             Dem Patienten Zeit für Fragen gegeben Add your comment on this item252

þ             Verabschiedung Add your comment on this item253

 


Thorax / Wirbelsäule Add your comment on this item254

 

þ    Inspektion des Thorax (Form, Symmetrie, inkl. Haut): Add your comment on this item255

 

Inspektion: Add your comment on this item256

·         Spuren von traumatisch bedingten Veränderungen
(Rippenbrüche, Abschürfungen, etc.)
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·         anderen Auffälligkeiten  Add your comment on this item258

 

Form des Thorax:  Add your comment on this item259

·         Trichterbrust/Pectus excavatum: unteres Sternum eingedellt, meist kongenital, Hühnerbrust (Pectus carinatum): Sternum ragt wie ein Kiel hervor; oft angeboren oder bei Rachitis (Vitamin D-Mangel) Add your comment on this item260

·         Fassthorax oft bei Lungenemphysem (Lungenüberblähung), die Supraklavikulargruben sind hierbei oft vorgewölbt.  Add your comment on this item261

 

[siehe Blickdiagnosen: „Blue bloater“: übergewichtiger, zyanotischer Patient,
„Pink puffer“: eher magerer Patient mit rosa Haut]
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þ    Beurteilung der Wirbelsäule (Symmetrie im Herunterbeugen, Klopfschmerz): Add your comment on this item263

 

normale, physiologische Wirbelsäulenkrümmung: Add your comment on this item264

 

·         konvexe Brustwirbelsäulenkrümmung = Brustkyphose  Add your comment on this item265

·         konkave Lendenwirbelsäulenkrümmung = Lendenlordose  Add your comment on this item266

 

Können verstärkt (z.B. bei osteoporotischer Hyperkyphose) oder vermindert sein: Add your comment on this item267

 

  • Skoliose: eine pathologische Seitenabweichung der Wirbelsäule liegt vor Add your comment on this item268
  • Kyphose: Rundrücken (Wirbelsäulenkrümmung in sagittaler Ebene dorsal-konvex) Add your comment on this item269
  • Lordose: Wirbelsäulenkrümmung ventral-konvex Add your comment on this item270
  • Gibbus (Buckel bzw. Höcker z.B. bei Osteoporose) Add your comment on this item271
  • Kyphoskoliose: starke Verkrümmung der Wirbelsäule mit Atem- und Kreislaufbehinderung Add your comment on this item272

 

Skoliose: Add your comment on this item273

Klinische Skoliosezeichen bei BWS-rechtskonvexer und LWS-linkskonvexer Skoliose: Add your comment on this item274

a) Schulterhochstand rechts,
Schulterblatthochstand rechts,
abgeflachtes Taillendreieck links und
vertieftes rechts, Beckenhochstand rechts
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b) bei Vorneigung sind die
Torsionssymptome
(Rippenbuckel und Lendenwulst)
deutlicher zu erkennen.
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Quelle der Abb.: nicht eruierbar Add your comment on this item277


 

       Add your comment on this item278

Überprüfung des Beckengeradestandes durch gleichzeitige Palpation der Beckenkämme. Add your comment on this item279

 

Überprüfung möglicher Seitenabweichungen oder Unregelmäßigkeiten der Dornfortsätze (Patient: aus dem Stand in die Rumpfbeuge). Auch auf Asymmetrie von Hautfalten achten (Skoliose). Add your comment on this item280

 
 

 

 

 

 

 

 

 


              Add your comment on this item281

 

Klopfschmerz: Überprüfung von kranial nach kaudal durch „Perkussion“ mit der Faust. CAVE: gefühlvolles Klopfen!! (Osteoporose = Frakturneigung) Add your comment on this item282

 

 
 

 

 

 

 


þ    Lymphknoten (LK): Add your comment on this item283

 

LK sind nur bei Vergrößerung tastbar. Es handelt sich also um eine orientierende Palpation der entsprechenden Regionen. LK können reaktiv entzündlich vergrößert sein (druckschmerzhaft, weich und verschieblich), im Rahmen von malignen oder systemischen Erkrankungen (Lymphom, Metastasen, Sarkoidose etc: Lymphknotenpakete, meist verhärtet, wenig druckschmerzhaft). Siehe auch Wochenthema A. Add your comment on this item284

 

Palpation der axillären LK: Add your comment on this item285

Der Patient lässt die Arme locker am Körper hängen. Der Untersucher schiebt die Hände mit geschlossenen Fingern tief in die Axilla und palpiert dann mit mäßigem Druck gegen die Rippen nach kaudal. Die Untersuchung wird weiter ventral und dorsal wiederholt. Add your comment on this item286

 


Mammae Add your comment on this item287

 

þ    Inspektion und Palpation der Mammae: Add your comment on this item288

 

Die Mamma wird zur Untersuchung eingeteilt: Add your comment on this item289

  • in 4 Quadranten  Add your comment on this item290
  • die retroareoläre Region. Add your comment on this item291

 

Inspektion auf:  Add your comment on this item292

  • grobe Seitenunterschiede  Add your comment on this item293
  • Einziehungen Add your comment on this item294
  • Konturveränderungen  Add your comment on this item295
  • Hautveränderungen  Add your comment on this item296

 

41% aller Karzinome treten im oberen äußeren Quadranten auf. Häufig werden Knoten und Resistenzen von den Patientinnen selbst entdeckt, darum ist die                              Quelle der Abb.: nicht eruierbar           Selbstkontrolle eine wichtige Vorsorgemaßnahme. Add your comment on this item297

 

Eine Vergrößerung der Brust (Drüsen- und/oder Fettgewebe) bei Männern nennt man Gynäkomastie. Add your comment on this item298

 

Bimanuelle Mammapalpation:  Add your comment on this item299

Bei der Untersuchung ist darauf zu achten, dass die Brustmuskeln der Patientin entspannt sind. Die Untersuchung erfolgt in kleinen, kreisenden Bewegungen systematisch von der Axilla bis zur Areola und bimanuell die gesamte Brust. Zuerst wird oberflächlich, dann mit mehr Druck, tief palpiert.  Add your comment on this item300

Die Mamille wird durch vorsichtiges Auspressen auf Sekretion überprüft. Add your comment on this item301

 

         Add your comment on this item302

 

         Add your comment on this item303

 


Thorax-Lunge Add your comment on this item304

 

Orientierung/Orientierungslinien:  Add your comment on this item305

 

ventral:  Add your comment on this item306

  • vordere Medianlinie (a) Add your comment on this item307
  • Sternalinie (b) – Parasternallinie zw. (b) und (c) Add your comment on this item308
  • Medioklavikularlinie (MCL; c) Add your comment on this item309
  • vordere Axillarlinie (d) Add your comment on this item310

 

 

      d      c          b    a   b Add your comment on this item311

 


horizontal:  Add your comment on this item312

  • Interkostalräume (schwarze Pfeile) Add your comment on this item313
  • Rippen (1. tastbare Rippe unter der Clavicula [Ellipse] ist die 2. Rippe) Add your comment on this item314
  • Rippenbogen Add your comment on this item315

 

 

 


dorsal: Add your comment on this item316

  • hintere Medianlinie (a) Add your comment on this item317
  • Vertebralinie (b), Paravertebrallinie zw. (b) und (c) Add your comment on this item318
  • Scapularlinie (Ang. inf. scapulae; c) Add your comment on this item319
  • hintere Axillarlinie (d) Add your comment on this item320
  • Zählen von Wirbelkörpern und Dornfortsätzen bezogen auf den Dornfortsatz des Add your comment on this item321

7. HWK Add your comment on this item322

 

      d         c          b    a   b Add your comment on this item323

 

 

 

 

þ    Thoraxkompression: Add your comment on this item324

Zur Überprüfung von Instabilität (Rippenfraktur) und Druckdolenz wird mit beiden Händen symmetrisch der Thorax diskret komprimiert: auf Schmerzreaktion des Patienten achten!View comments on this item Add your comment on this item325

 

þ    Atemexkursionen: Add your comment on this item326

Feststellung nicht seitengleicher Atembewegung: Auflegen der Hände und Beobachtung, ob sie sich beim Atmen seitengleich verschieben. Achten Sie auf die Bewegungen von Thorax und Abdomen. Add your comment on this item327

 


þ    Stimmfremitus & Bronchophonie: Add your comment on this item328

 

Stimmfremitus (99): Add your comment on this item329

Palpatorische Erfassung feiner Vibrationen mit beidseits über den Lungenpartien leicht aufgelegten Fingern und Handflächen. Der Patient spricht mit tiefer Stimme „99“:
verstärkte Vibration über Infiltraten, vermindert über Pleuraergüssen und Pleuraschwarten.
 Add your comment on this item330

 

 

Bronchophonie (66): Add your comment on this item331

Patient flüstert „66“: beim Abhören mit dem Stethoskop ist das Geflüsterte Add your comment on this item332

- besser hörbar über verdichtetem Lungengewebe (z.B. Pneumonie, Atelektase)View comments on this item Add your comment on this item333

- vermindert hörbar z.B. über Pleuraerguss oder Pleuraschwarte. Add your comment on this item334

 

 

 

 

 

þ    Auskultation: Add your comment on this item335

 

normale Atmung oder Luftnot (Dyspnoe) Add your comment on this item336

  • Dyspnoe nur bei Anstrengung Add your comment on this item337
  • in Ruhe (Ruhedyspnoe = Notfall!) Add your comment on this item338

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Atemfrequenz: (normal: 12-16/Minute) Add your comment on this item340

  • darüber: Tachypnoe Add your comment on this item341
  • darunter: Bradypnoe Add your comment on this item342

 

Atemtyp:  Add your comment on this item343

  • normal: Einatmung [=Inspiration] etwas kürzer als Ausatmung [=Exspiration] Add your comment on this item344
  • bei obstruktiven Erkrankungen z.B. Asthma, ist das Exspirium deutlich verlängert Add your comment on this item346
  • bei inspiratorischer Dyspnoe ist dies umgekehrt Add your comment on this item348

Atemgeräusche: Add your comment on this item350

 

·       Vesikuläratmen: normales Atemgeräusch, Inspiration ist lauter als Exspiration Add your comment on this item351

·       Bronchialatmen: wie über Trachea oder oberen Lungenpartien mit großen Bronchien. In- und Exspiration sind verschärft, z.B. über verdichtetem Lungengewebe Add your comment on this item352

·       trockene Rasselgeräusche (RG): Giemen und Brummen, exspiratorisches Pfeifen  Add your comment on this item353

·       feuchte RG: unterteilt in Add your comment on this item354

o        feinblasig (eher Knistern) Add your comment on this item355

o        grobblasig (Blubbern) Add your comment on this item356

 

·       Stridor: inspiratorisches (gelegentlich exspiratorisches), auf Distanz (ohne Stethoskop) hörbares, Stenosegeräusch (Pfeifen) bei Verengung der großen Atemwege durch obstruktive Lungenerkrankungen, entzündliche oder ödematöse Prozesse (Anaphylaxie) oder Fremdkörper. Add your comment on this item357

 

 

Auskultationspunkte: Add your comment on this item358

immer im direkten Seitenvergleich auskultieren Add your comment on this item359

 

 

          Add your comment on this item360

 

          Add your comment on this item361

 

 

þ    Perkussion: Add your comment on this item362

 

Schallqualitäten, Klopfschall (KS): Add your comment on this item363

 

·       Schenkelschall: leise (kleine Amplitude), hell (höher frequent), kurz, typisch über  Add your comment on this item364

nicht lufthaltigen Organen (z.B. Leber und großen Ergüssen). Add your comment on this item365

·       sonorer Klopfschall: typisch über lufthaltigen Organen („Lungenschall“), laut (große Add your comment on this item366

Amplitude), tief (niedere Frequenz), lang. Add your comment on this item367

·       hypersonorer KS: verstärkt (bei Emphysem, Pneumothorax). Add your comment on this item368

·       tympanitischer KS: niederfrequent, eher tönende Schwingungen, lang, Add your comment on this item369

laut; typisch über gespannten, luftgefüllten Hohlorganen (z.B. auch beim Gesunden über dem Magenfundus, aber pathologisch über dem Areal eines Pneumothorax / Spannungspneumothorax = „Schachtelton“). Add your comment on this item370

 

·       „Dämpfung“ des normalen sonoren Schalls (gedämpfter Klopfschall) bei Gewebsverdichtungen: Add your comment on this item371

  • Pneumonie (pneumonische Infiltrationen werden nur erreicht, wenn sie nicht tiefer als etwa 5 cm unter der Oberfläche liegen). Add your comment on this item372
  • Pleuraerguss und Pleuraschwarte [bei Erguss steigt die dorsale Obergrenze der Add your comment on this item373

Dämpfung von medial nach lateral hin an (Ellis-Damoiseau´sche Line)]. Add your comment on this item374

  • Atelektase (bei verringertem Luftgehalt des Lungengewebes). Add your comment on this item375

 

Korrekte Hand- und Fingerhaltung bei der Perkussion: Add your comment on this item376

 

       Add your comment on this item377

 

Je stärker geklopft wird, desto weniger sind kleinere Veränderungen (dünner Erguss, Add your comment on this item378

kleinere Infiltrationen) zu erfassen. Stärkeres Klopfen dringt aber tiefer ins Gewebe ein. Add your comment on this item379

 

Bei pathologischen Veränderungen der Lunge ist es bei (seiten-) vergleichender Perkussion manchmal nicht leicht festzustellen ob Unterschiede durch hypersonoren Klopfschall der einen oder Dämpfung der anderen Seite verursacht sind. Add your comment on this item380

 

Perkussionsuntersuchung: Add your comment on this item381

 

Dorsal: Add your comment on this item382

In der Scapularlinie verlaufen die Lungengrenzen entlang der 9. Rippe, und in der Vertebrallinie am 11. Brustwirbel (welcher durch den Dornfortsatz bestimmbar ist).  Add your comment on this item383

 

Ventral (bei speziellen Fragestellungen): Add your comment on this item384

Man perkutiert die Lungenflügel entlang der Medioclavicularlinie (MCL, s.o.) von cranial (oben) nach caudal (unten). Die Lungen-Leber-Grenze (= der Übergang des lungentypischen sonoren Klopfschalles in die „Leberdämpfung“) sollte rechts in Höhe der 6. Rippe verlaufen. Add your comment on this item385

Links wird die Grenze durch die Herzdämpfung und den Übergang in den tympanitischen Schall des Magens überlagert.  Add your comment on this item386

In der vorderen Axillarlinie verlaufen die Lungengrenzen etwa in Höhe der 8. Rippe. Add your comment on this item387

 

Perkussion der Krönig’schen Schallfelder (bei speziellen Fragestellungen): Add your comment on this item388

Man perkutiert ca. 3 QF breit in Schulterhöhe über den Lungenspitzen (vom Hals zum Akromion). Add your comment on this item389

Eine Erweiterung spricht für ein Emphysem, während eine Dämpfung in diesem Bereich auf z.B. eine Lungenspitzentuberkulose hinweisen kann. Add your comment on this item390


Vergleichende Perkussion: Add your comment on this item391

 

 

 

Prüfung der Atemverschieblichkeit: Add your comment on this item392

 

Bei der Testung der Atemverschieblichkeit perkutiert man die basalen Grenzen am Rücken bei maximaler Inspiration (den Patienten bitten, kurz die Luft anzuhalten) und vergleicht sie mit jenen bei maximaler Exspiration. Add your comment on this item393

Die Lungengrenzen sollten bei Inspiration in der Vertebrallinie um ca. 3 cm, in der Scapullarlinie und in der hinteren Axillarlinie um ca. 4-6 cm tiefer stehen als bei Exsxpiration.  Add your comment on this item394

 

              Add your comment on this item395

 

Der normale Befund über der Lunge ist ein beidseitiger sonorer Klopfschall in den oben beschriebenen Grenzen und eine Atemverschieblichkeit der Grenzen um ca. 4-6 cm
(in der Scapularlinie), was auch mit 2-3 QF (Querfingern) angegeben wird.
 Add your comment on this item396

 

 

Befundbeispiele (Thorax-Lunge) Add your comment on this item397

Beispiele: I = Inspektion, P = Palpation, Pk = Perkussion, A = Auskultation Add your comment on this item398

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Bronchitis:  Add your comment on this item400

·       I: trockener Husten  Add your comment on this item401

·       P: -  Add your comment on this item402

·       Pk: -  Add your comment on this item403

·       A: trockene Rasselgeräusche  Add your comment on this item404

  Add your comment on this item405

Asthma bronchiale (Anfall):  Add your comment on this item406

·       I: Dyspnoe, beschleunigte Atmung, sichtbare Behinderung der Exspiration, Atemhilfsmuskulatur Add your comment on this item407

·       P: -  Add your comment on this item408

·       Pk: (nur im Anfall) hypersonor, tiefstehende Basen  Add your comment on this item409

·       A: verlängertes Exspirium, trockene, giemende, pfeifende Rasselgeräusche  Add your comment on this item410

 

Chronische Bronchitis – COPD (Raucherhusten):  Add your comment on this item411

·       I: Verlauf mit intermittierenden Verschlechterungen – Dyspnoe, Husten  Add your comment on this item412

·       P: -  Add your comment on this item413

·       Pk: zunehmend hypersonorer Klopfschall, zunehmende Lungenblähung  Add your comment on this item414

·       A: trockene RG, verlängertes Exspirium  Add your comment on this item415

Emphysem:  Add your comment on this item416

•  I: Fassthorax, horizontaler Rippenverlauf  Add your comment on this item417

•  P: -  Add your comment on this item418

•  Pk: hypersonorer KS, Basen tiefstehend, unverschieblich  Add your comment on this item419

•  A: abgeschwächtes Atemgeräusch, verlängertes Exspirium, trockene Rasselgeräusche  Add your comment on this item420

  Add your comment on this item421

Pneumonie (typisch): auch abhängig von Ausmaß und Lage  Add your comment on this item422

•  I: Fieber, evtl. beschleunigte Atmung, Husten, bei schweren Fällen Dyspnoe Add your comment on this item423

•  P: Stimmfremitus (99) verstärkt, evtl. eingeschränkte Atemexkursionen  Add your comment on this item424

•  Pk: evtl. Dämpfung abhängig von Größe und Abstand zur Oberfläche (<5 cm)  Add your comment on this item425

•  A: Bronchialatmen, Knisterrasseln, feinblasige Rasselgeräusche, Bronchophonie pos.(66)  Add your comment on this item426

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Atelektase Add your comment on this item428

·       I: gelegentlich asymmetrische Atmung mit inspiratorischer Einziehung der Zwischenrippenräume (nur bei großen Defekten) Add your comment on this item429

•  P: Stimmfremitus abgeschwächt  Add your comment on this item430

•  Pk: evtl. leichte Dämpfung (abhängig vom Ausmaß)  Add your comment on this item431

•  A: Atemgeräusch und Bronchophonie abgeschwächt View comments on this item Add your comment on this item432

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Pneumothorax:  Add your comment on this item434

•  I: Interkostalräume können vorgewölbt sein Add your comment on this item435

•  P: Atemexkursion abgeschwächt, Stimmfremitus abgeschwächt  Add your comment on this item436

•  Pk: hypersonorer bis tympanitischer Klopfschall, evtl. Schachtelton  Add your comment on this item437

·       A: abgeschwächte bis fehlende Atemgeräusche und Bronchophonie
(Cave: Spannungspneumothorax)
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Pleuritis sicca:  Add your comment on this item440

•  I: evtl. Schonhaltung (Patient liegt auf kranker Seite), geringere Atemexkursionen Add your comment on this item441

•  P: Atemexkursionen abgeschwächt, Nachhängen der kranken Seite  Add your comment on this item442

•  Pk: verminderte Basenverschieblichkeit  Add your comment on this item443

•  A: trockene Reibegeräusche, „Lederknarren“, Verschwinden bei Auftreten eines Ergusses  Add your comment on this item444

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Pleuraerguss:  Add your comment on this item446

•  I: - Add your comment on this item447

•  P: Atemexkursionen abgeschwächt, evtl. asymmetrisch, Stimmfremitus abgeschwächt Add your comment on this item448

·    Pk: Dämpfung, Ellis-Damoisau´sche Linie, Atemverschieblichkeit aufgehoben, im Sitzen nach    oben abnehmende Dämpfung  Add your comment on this item449

•  A: Atemgeräusch abgeschwächt  Add your comment on this item450

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Pleuraschwarte:  Add your comment on this item452

•  I: evtl. Einziehung der Interkostalräume  Add your comment on this item453

•  P: Stimmfremitus (99) vermindert, abgeschwächte Atemexkursion  Add your comment on this item454

•  Pk: KS gedämpft  Add your comment on this item455

•  A: abgeschwächte Atemgeräusche  Add your comment on this item456

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Lungenstauung bei kardialer Links-Dekompensation  Add your comment on this item458

·       I: Dyspnoe und/oder Orthopnoe (Luftnot beim flachen Liegen, die sich durch aufrechte Körperhaltung bessert) Add your comment on this item459

•  P: -  Add your comment on this item460

•  Pk: eher gedämpft  Add your comment on this item461

•  A: feinblasige Rasselgeräusche über Basis, bis zunehmend über ganzer Lunge  Add your comment on this item462


Thorax-Herz:  Add your comment on this item463

 

 

Die Herzaktion lässt sich in 4 Phasen teilen:  Add your comment on this item464

 

Anspannungs-, Austreibungs-,      Entspannungs- und Füllungsphase. Add your comment on this item465

                \          /                                   \           / Add your comment on this item466

                 Systole                                      Diastole Add your comment on this item467

 

Quelle der Abb.: nicht eruierbar Add your comment on this item468

 

 

þ    Palpation des Herzspitzenstoßes: Add your comment on this item469

 

Dieser entsteht während der Systole durch das Anschlagen des linken Ventrikels an der Brustwand, und seine Lokalisation ist von der Herzgröße abhängig. Man tastet im Normalfall den Herzspitzenstoß in der Medioclavicularlinie im 5. ICR li (in Linksseitenlage deutlicher).  Add your comment on this item470

 

 

Bei adipösen Patienten kann der Herzspitzenstoß abgeschwächt sein, während er bei jungen, schlanken Personen deutlich zu spüren ist. Eine Verlagerung des Herzspitzenstoßes nach lateral (seitlich) kann im Rahmen einer Hypertrophie (Vergrößerung) des linken Ventrikels erfolgen; weiters kann er bei Rechtsherzbelastung proximal abweichen.  Add your comment on this item471

 

 

þ    Auskultation des Herzens: Add your comment on this item472

 

Herztöne (HT): Add your comment on this item473

 

1. Herzton: Add your comment on this item474

  • niederfrequent  Add your comment on this item475
  • entsteht in der Anspannungsphase durch Anspannung der Ventrikelmuskulatur Add your comment on this item476
  • Schluss der AV-Klappen und Schwingung des ganzen Systems Add your comment on this item477
  • Carotispuls ist synchron tastbar Add your comment on this item478

 

2. Herzton: Add your comment on this item479

  • etwas höher frequent Add your comment on this item480
  • entsteht in der Entspannungsphase durch Schluss der Taschenklappen und Schwingung des Systems Add your comment on this item481

 

Auskultatorisch ist die Systole die Phase zwischen 1. und 2. HT.  Add your comment on this item482

Jetzt ist der periphere Puls tastbar!
Die Diastole ist somit die Phase zwischen 2. und nächstem 1. HT.
 Add your comment on this item483

 


Herzgeräusche: Add your comment on this item484

  Add your comment on this item485

werden in Systolika und Diastolika unterschieden. Add your comment on this item486

 

Die Lautstärke wird in Sechstel angegeben: Add your comment on this item487

  1/6: leise, kaum hörbar  Add your comment on this item488

  2/6: leise, gut hörbar  Add your comment on this item489

  3/6: mittellaut  Add your comment on this item490

  4/6: laut  Add your comment on this item491

  5/6: sehr laut (fortgeleitet auch außerhalb der Herzgegend zu hören)  Add your comment on this item492

  6/6: Distanzgeräusch, mit freiem Ohr zu hören Add your comment on this item493

 

Charakterisierung: Add your comment on this item494

  • zeitliche Zuordnung: systolisch - diastolisch Add your comment on this item495
  • zeitlicher Verlauf: crescendo-decrescendo, gleichförmig, bandförmig, spindelförmig Add your comment on this item496
  • Charakter: hoch-, niederfrequent Add your comment on this item497
  • Tonhöhe: z.B. hell, laut Add your comment on this item498
  • Ausstrahlung/Fortleitung: Axilla, Carotiden Add your comment on this item499
  • Veränderung durch Atmung, Lage: Add your comment on this item500

z.B. physiologische Spaltung des 2. Herztones, Umlagerung Add your comment on this item501

oder Bewegung, z.B. akzidentielle Geräusche Add your comment on this item502

 

 

Auskultationsstellen der Herzklappen: Add your comment on this item503

 

·       Erb´scher Punkt: 3. ICR links parasternal
(grundsätzlich alle Töne und Geräusche hier gut hörbar)
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·       Aortenklappe: 2. ICR rechts parasternal Add your comment on this item505

·       Mitralklappe: 5. ICR medial der MCL Add your comment on this item506

·       Trikuspidalklappe: 4. ICR rechts parasternal Add your comment on this item507

·       Pulmonalklappe: 2. ICR links parasternal Add your comment on this item508

 

 

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Durchführung der Herzauskultation:  Add your comment on this item510

Gehen Sie bei jeder Herzauskultation schematisch vor: Add your comment on this item511

Beginnen Sie immer beim Erb´schen Punkt, danach ist für die Klappenauskultationspunkte für den Anfänger sehr hilfreich: „Anton Pulmann trinkt Bier(Milch) um 22.45“ Add your comment on this item512

= Aortenklappe,   Pulmonalklappe,   Trikuspedalklappe,   Bikuspidalklappe (Mitralklappe) Add your comment on this item513

     2. ICR re,           2. ICR li,              4. ICR re                    5. ICR li Add your comment on this item514

Danach sollten eventuell fortgeleitete Herzgeräusche aufgesucht werden (siehe unten). Add your comment on this item515


Alternativ (für Fortgeschrittene) beginnen Sie beim Erb’schen Punkt, danach Pulmonalklappe, weiter zur Mitralklappe, wechseln über das Sternum zur Trikuspidalklappe, kranial zur Aortenklappe. Danach sollten eventuell fortgeleitete Herzgeräusche aufgesucht werden (siehe unten).
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Auskultation auch in Linksseitenlage. Add your comment on this item519

 

Fortleitungspunkte: Add your comment on this item520

o        Halsgefäße rechts>links (z.B. Aortenklappenstenose) Add your comment on this item521

o        Axilla links (z.B. bei Mitralinsuffizienz) Add your comment on this item522

 

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Rhythmus (Pulsfrequenz) und Pulsqualität: Add your comment on this item524

Normal ist ein regelmäßiger Herzschlag mit einer Frequenz um etwa 60-80/min. Normalerweise zählt man die Pulsschläge in 15 Sekunden und multipliziert sie mit 4, während bei einer Arrhythmie oder einer Pulsfrequenz unter 50 Schlägen/min (Bradykardie) eine volle Minute gezählt werden sollte. Die bei jungen (und bei „vegetativ“ übererregbaren) Menschen gefundene respiratorische Arrhythmie mit Frequenzzunahme bei Inspiration und Verringerung bei Exspiration hat keinen Krankheitswert. Add your comment on this item525

Die Pulsfrequenz ist vom Alter und v.a. vom Trainingszustand abhängig; bei einem durchtrainierten, jungen Mann ist eine Frequenz von 50 nicht außergewöhnlich, während diese bei einer älteren, über Schwindel klagenden Patientin zur Abklärung animieren sollte. Außerdem ist die Feststellung eines regelmäßigen oder unregelmäßigen Rhythmus diagnostisch wichtig. Add your comment on this item526

 

Die Pulsqualität beschreibt die Blutdruckamplitude (also die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck) und unterscheidet z.B. einen hohen und harten Puls (Pulsus celer et altus oder „Wasserhammerpuls“) bei Aorteninsuffizienz (unvollständiger Schluss der Aortenklappe) von einem niedrigen und trägen Puls (Pulsus parvus et tardus) bei Aortenstenose (Verengung der Aortenklappe).  Add your comment on this item527

 

 

Befundbeispiele (Thorax-Herz) Add your comment on this item528

 

1. Herzton:  Add your comment on this item529

laut: bei „Stress“ (hyperdyname Kreislaufsituation), Fieber, Anämie, Gravidität, Hyperthyreose  Add your comment on this item530

paukend: bei Mitralstenose  Add your comment on this item531

leise: bei Herzinsuffizienz, Mitralinsuffizienz, evtl. Vorhofflimmern, Myocarditis  Add your comment on this item532

gespalten: bei Links- und Rechtsschenkelblock, Extrasystolen  Add your comment on this item533

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2. Herzton:  Add your comment on this item535

laut: bei Hypertonie, Aortensklerose  Add your comment on this item536

leise bis fehlend: Aortenstenose  Add your comment on this item537

physiologische Spaltung: bei Inspiration verstärkt - Aortenklappe schließt vor  Add your comment on this item538

Pulmonalklappe - bei Jugendlichen in Inspiration > 0,03 sek., verschwindet in Exspiration  Add your comment on this item539

paradox gespalten: Pulmonalklappe schließt vor Aortenklappe: bei Aortenstenose,  Add your comment on this item540

Aorteninsuffizienz, Linksschenkelblock  Add your comment on this item541

fixierte Spaltung: möglich bei Volumsbelastung durch Links-Rechts-Shunt (z.B.  Add your comment on this item542

Vorhofseptumdefekt), pulmonaler Hypertonie  Add your comment on this item543

 

 3. Herzton:  Add your comment on this item544

P.m.: Herzspitze, ventrikulärer Füllungston in früher Diastole, am besten mit Schalltrichter zu  Add your comment on this item545

hören; 3. HT und leiser 1. und 2. HT klingt wie Pferdegalopp (früher „protodiastolischer  Add your comment on this item546

Galopp“ genannt)  Add your comment on this item547

Vorkommen: bei rascher Füllung oder verminderter Dehnbarkeit bei Mitralinsuffizienz,  Add your comment on this item548

Herzinsuffizienz, Kardiomyopathie, Myocardinfarkt; Add your comment on this item549

bei Kindern und Jugendlichen physiologisch bei hyperdynamer Kreislaufsituation - aber auch  Add your comment on this item550

bei Tachykardie, Fieber, Sportlern und in der Schwangerschaft.  Add your comment on this item551


4. Herzton:  Add your comment on this item552

kräftige Vorhofkontraktion (Vorhofgalopp, „präsystolischer Galopp“), p.m. Erb´scher Punkt;  Add your comment on this item553

knapp vor dem 1. HT bei hypertropher Kammermuskulatur (Linksherzhypertrophie),  Add your comment on this item554

Hypertonus, Aortenstenose, Myocardinfarkt; Add your comment on this item555

bei Jugendlichen physiologisch direkt vor Systole; bei verstärkter Kontraktion eines  Add your comment on this item556

hypertrophen Vorhofes und/oder Aufprall des ausgestoßenen Vorhofblutes auf eine  Add your comment on this item557

hypertrophierte Ventrikelwand, bei Linkshypertrophie, bei arterieller Hypertonie oder  Add your comment on this item558

Aortenstenose  Add your comment on this item559

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Weitere Herztöne:   Add your comment on this item561

Ejection click: Dehnungston bei poststenotischer Erweiterung von Aorta und Pulmonalis;  Add your comment on this item562

P.m.: 2. ICR rechts/links parasternal  Add your comment on this item563

Mitraler Öffnungston bei Mitralstenose - MÖT  Add your comment on this item564

frühsystolischer Austreibungston bei Aorten- oder Pulmonalstenose Add your comment on this item565

 

Mitralklappenstenose (MS):   Add your comment on this item566

•  I: event. Facies mitralis  Add your comment on this item567

·       P: Herzspitzenstoß (HSS) abgeschwächt – nicht fühlbar (linker Ventrikel füllt sich schlecht)  Add your comment on this item568

·       A: 1. HT: paukend (verzögerte Kammerfüllung, ruckartiger Klappenschluss – evtl. in entgegengesetzte Richtung – durch die Kammerkontraktion), Systole: frei,  Add your comment on this item569

2. HT: normal, knapp gefolgt vom mitralen Öffnungston (MÖT) – je kürzer der Abstand, desto höhergradiger die Stenose – dem ein diastolisches, raues, niederfrequentes, leises Decrescendo folgt; besteht noch Sinusrhythmus hört man ein präsystolisches Crescendo.  Add your comment on this item570

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Mitralklappeninsuffizienz (MI)   Add your comment on this item572

•  P: HSS verbreitert, nach links und unten verlagert, hebend  Add your comment on this item573

·       A: 1. HT: leise (Klappenschluss der Mitralklappe abgeschwächt); dann holosystolisches, bandförmiges, gießendes Geräusch, p.m. über der  Herzspitze fortgeleitet in Axilla;  Add your comment on this item574

    2. HT: gespalten;  Add your comment on this item575

    3. HT: hörbar bei erheblicher Volumenüberlastung  Add your comment on this item576

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Aortenklappenstenose (AS):   Add your comment on this item578

·       P: HSS hebend; Pulsus parvus et tardus (kleiner Puls, träger Anstieg der Pulswelle), systolisches Schwirren links bei Vornüberbeugen  Add your comment on this item579

·       A: 1. HT: normal bis abgeschwächt, lautes, raues, spindelförmiges systolisches Austreibungsgeräusch, p.m. 2. ICR rechts fortgeleitet in die Carotiden;  Add your comment on this item580

     2. HT: abgeschwächt und verspätet, evtl. paradox gespalten; eventuell   Add your comment on this item581

     3. HT: hörbar bei kardialer Dekompensation  Add your comment on this item582

     4. HT: kräftige Vorhofkontraktionen; Add your comment on this item583

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Aortenklappeninsuffizienz (AI):   Add your comment on this item585

•  I: pulsierende Gefäße bei großem Schlagvolumen (A. carotis)  Add your comment on this item586

·       P: HSS nach links und unten verlagert, verbreitert und hebend, Pulsus celer et altus – Wasserhammerpuls  Add your comment on this item587

·       A: 1. HT: unaufällig, leise, (evtl. ejection click),  Add your comment on this item588

    2. HT: abgeschwächt, leises, gießendes diastolisches Decrescendo, p.m. 2. ICR rechts,
        Erb´scher Punkt
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Pulmonalstenose:  Add your comment on this item591

·       A: syst. Austreibungsgeräusch, fixierte Spaltung 2. HT, p.m.  Pulmonalregion (2. ICR links), Ejection click  Add your comment on this item592


 

Trikuspidalinsuffizienz:  Add your comment on this item593

•  I: Pulsation der Halsvenen (positiver Venenpuls)  Add your comment on this item594

•  P: Halsvenenpuls  Add your comment on this item595

•  Pk: Herzdämpfung nach rechts verschoben Add your comment on this item596

•  A: holosystolisches, bandförmiges Geräusch, p.m. 4. ICR rechts parasternal  Add your comment on this item597

 

 Aortenisthmusstenose:  Add your comment on this item598

•  P: Pulse der oberen Extremität kräftig, der unteren schwach, RR-Differenz OE > UE  Add your comment on this item599

•  A: systolisch-diastolisches Geräusch mit p.m. ICR parasternal links und im Rücken  Add your comment on this item600

 

Ventrikelseptumdefekt:  Add your comment on this item601

·       holosystolisches, spindelförmiges Geräusch, laute Herztöne, 2. HT gespalten mit p.m. 3. ICR links  Add your comment on this item602

 

Vorhofseptumdefekt:  Add your comment on this item603

•  P: Schwirren präkordial Add your comment on this item604

•  A: meist Systolikum, eventuell Diastolikum, fixierte Spaltung des 2. HT  Add your comment on this item605

 

Perikardgeräusche: Add your comment on this item606

herzsynchrones, ohrnahes Reibegeräusch bei trockener Perikarditis, auch Systole/Diastole Add your comment on this item607

überlagernd, oft flüchtig, verschwindet bei Auftreten eines Ergusses. Add your comment on this item608

 

Wochenthema C (Abdomen / Nieren) Add your comment on this item609

 

Untersuchungsgang Add your comment on this item610

 

þ             Arzt stellt sich vor Add your comment on this item611

þ             Patient macht sich frei Add your comment on this item612

 

þ             Inspektion im Stehen
(Hernien, Varizen, Ödeme, inkl. Haut)
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þ             Inspektion des Abdomens in Rückenlage
(im/über/unter Thoraxniveau, Haut, Narben, Behaarung)
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þ             Auskultation des Abdomens
(30 Sek. pro Quadrant, Strömungs-/Darmgeräusche)
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þ             Perkussion des Abdomens
(Magen, Darmschlingen, Flankendämpfung, Ascites)
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o        Stoßwellenperkussion eines potentiellen Ascites (in Rückenlage) Add your comment on this item617

o        Umlagerung und Perkussion der potentiellen Flankendämpfung Add your comment on this item618

þ             Palpation des Abdomens (in Rückenlage) Add your comment on this item619

o        Oberflächliche Palpation
(auf den Schmerz zu, Abwehrspannung, Loslassschmerz)
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o        Tiefe Palpation
(inklusive Appendixdruckpunkte)
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þ             Palpation der Leber  Add your comment on this item622

o        Kratz-Auskultation der Leber Add your comment on this item623

o        Leberperkussion (oberer/unterer Rand) Add your comment on this item624

þ             Bimanuelle Palpation der Milz (in Seitenlage)  Add your comment on this item625

þ             Palpation der inguinalen Lymphknoten Add your comment on this item626

þ             Inspektion der Leistenregion (Hernien) Add your comment on this item627

þ             Perkussion beider Nierenlager
(seitengleich, Klopfschmerz)
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þ             Kontaktaufnahme bezüglich rektaler Untersuchung (in Seitenlage am Modell) Add your comment on this item629

þ             Inspektion (Ruhe, Pressen) Add your comment on this item630

þ             Palpation Add your comment on this item631

o        des äußeren Sphinkters  Add your comment on this item632

o        der Ampulla recti Add your comment on this item633

o        der Prostata/der Portio
(Verschiebeschmerz, Peritoneale Reizung)
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þ             Inspektion der Handschuhe und gegebenenfalls Durchführung des Hämoccult Add your comment on this item635

 

þ             Pat kleidet sich wieder an Add your comment on this item636

þ             Offene Fragen beantworten Add your comment on this item637

þ             Verabschiedung Add your comment on this item638

þ             Hämoccult auswerten Add your comment on this item639


Abdomen Add your comment on this item640

 

Die Untersuchung des Abdomens sollte im Liegen durchgeführt werden und umfasst  Inspektion, Auskultation, Palpation und Perkussion mehrerer Organe. Add your comment on this item641

Die Entspannung des Patienten ist bei der Untersuchung des Abdomens besonders wichtig, deshalb wird der Patient mit einem Kissen unter dem Kopf auf dem Rücken gelagert, eventuell können die Beine angewinkelt werden.  Add your comment on this item642

Bei der Untersuchung zu beachten: mit dem Patienten reden, ablenken, unterhalten, tief ein- und ausatmen lassen, Untersuchung mit warmen Händen (kalte Hände führen zu einer Abwehrspannung). Add your comment on this item643

 

 

Einteilung des Abdomens in Quadranten:  Add your comment on this item644

 

Orientierend denkt man sich 2 senkrecht aufeinander stehende Linien durch den Nabel, die das Abdomen in 4 Quadranten einteilen. Add your comment on this item645

Eine weitere Einteilung unterscheidet das obere Drittel = Epigastrium (Oberbauch) vom mittleren Drittel = Mesogastrium (Mittelbauch) und unterem Drittel = Hypogastrium (Unterbauch).  Add your comment on this item646

 

LUQ Add your comment on this item647

 

RUQ Add your comment on this item648

 

LOQ Add your comment on this item649

 

ROQ Add your comment on this item650

 
                          

 

 

 

Der erste Schritt ist wie immer die Inspektion. Hierbei sollte man auf eventuelle Narben und Vorwölbungen achten und diese notieren. Eine umschriebene Vorwölbung kann Hinweise auf einen malignen Prozess oder Hernien geben, eine Vorwölbung des gesamten Abdomens kann auf einer Adipositas oder auf freier Flüssigkeit im Abdomen beruhen (Aszites).  Add your comment on this item651

Die Unterscheidung erfolgt am liegenden Patienten.  Add your comment on this item652

Weitere Besonderheiten können das Auftreten von Striae (z.B. geriffelte Streifen durch Überdehnung) oder ein Caput medusae (verdickte, geschlängelte Venen, z. B. bei Leberzirrhose) sein. Add your comment on this item653

 


þ    ausführliche Auskultation des Abdomens in allen
4 Quadranten:
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                            Add your comment on this item655

 

                            Add your comment on this item656

 

 

Die Peristaltik des Dünndarms erzeugt charakteristische Geräusche. Mit dem Stethoskop hört man ca. alle 5-10 Sekunden glucksende, gurgelnde oder knarrende Geräusche. Das Vorhandensein dieser Geräusche wird in allen 4 Quadranten je ca. 20 Sekunden lang überprüft. Bei verstärkter Peristaltik (z.B. Hunger, Enteritis, Malabsorption) sind die Geräusche andauernd in erhöhter Lautstärke hörbar.View comments on this item Add your comment on this item657

 

þ    Pathologische Darmgeräusche: Add your comment on this item658

o        Hochfrequente, metallisch klingende Geräusche deuten auf einen beginnenden mechanischen Ileus hin. Add your comment on this item659

o        Leise Plätschergeräusche können in der Frühphase eines paralytischen Ileus gehört werden. Add your comment on this item660

o        Das Fehlen jeglicher Darmgeräusche („Grabesstille“) über einen Zeitraum von mindestens 3 Minuten spricht für einen Ileus (Notfall!). Add your comment on this item661

o        Bildgebende Diagnostik mittels Abdomen Leer Röntgen (Spiegelbildung) oder Sonographie. Add your comment on this item662

 


þ    Perkussion des Abdomens: Add your comment on this item663

 

Routinemäßig sollte die Perkussion in der medianen Linie kranial des Nabels beginnen. Orientierend wird nach beiden Seiten bis in die Flanken perkutiert.  Add your comment on this item664

 

þ      Klangphänomene: Add your comment on this item665

 

o        Tympanitischer Schall (dumpfe Pauke) über luftgefüllten Abschnitten des Magen-Darmtraktes. Add your comment on this item666

o        Schenkelschall (gedämpfter Klopfschall) über soliden Organen, großen Tumoren oder freier Flüssigkeit. Add your comment on this item667

 

 

 

 

þ      Stosswellenperkussion: Add your comment on this item668

 

Man legt eine Hand auf die Flanke des Patienten und klopft mit den Fingerkuppen der anderen Hand kurz und scharf auf die gegenüberliegende Flanke. Spürt man ein Anschlagen einer Flüssigkeitswelle (Undulationsphänomen) an der tastenden Hand so liegt Ascites vor.  Add your comment on this item669

 

þ      Flankendämpfung: Add your comment on this item670

 

Größere Flüssigkeitsmengen im Abdomen bewirken in Rückenlage eine Flankendämpfung des Klopfschalls. Den Übergang vom tympanitischen zum gedämpften Schall markiert man und bittet den Patienten sich in Seitenlage zu drehen. Danach sollte bei vorliegendem Ascites ein Richtung Nabel verschobener Übergang der Schallqualitäten auftreten (Flüssigkeit folgt der Schwerkraft, und die Luft steigt auf). Add your comment on this item671


þ    Palpation des Abdomens: Add your comment on this item672

 

Die Palpation wird erst oberflächlich und dann tief (beidhändig) vorgenommen, um einerseits eine Abwehrspannung, andererseits oberflächliche Veränderungen zu erkennen.  Add your comment on this item673

Man bewegt sich vorsichtig auf den Punkt des möglichen Schmerzes zu.  Add your comment on this item674

Manchmal können Resistenzen ertastet werden, die pathologischer Natur oder auch im Rahmen der Norm sein können (z.B. Skybala = Kotballen). Add your comment on this item675

 

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þ    Loslassschmerz:  Add your comment on this item677

 

Erst wird die Bauchwand für einige Sekunden eingedrückt, was einen mit der Zeit nachlassenden Druckschmerz verursachen kann. Ein bei plötzlichem Loslassen auftretender Schmerz ist Anzeichen einer Peritonitis (z.B. im Rahmen einer Appendizitis). Hinweis für das Vorliegen einer Appendizitis ist die Schmerzhaftigkeit an spezifischen Punkten:  Add your comment on this item678

 

 

þ      Appendixdruckpunkte:  Add your comment on this item679

 

o        McBurney Punkt
(Mitte zwischen rechter Spina iliaca anterior superior und Nabel)
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o        Lanz’scher Punkt
(rechtes Drittel zwischen beiden Spinae iliacae anteriores superiores).
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þ    Palpation der Leber: Add your comment on this item682

 

Eine nicht vergrößerte Leber ist auch bei Inspiration nicht oder nur schwer unterhalb des Rippenbogens tastbar. Bei pathologischen Veränderungen (Vergrößerung) ist bei der Palpation auf Oberfläche und Konsistenz (Härte) zu achten. Das Ausmaß der Vergrößerung wird in Querfingern unterhalb des Rippenbogens angegeben. Add your comment on this item683

 

o        Konventionelle Palpation der Leber: Add your comment on this item684

Man legt die Fingerkuppen 3-5 cm unterhalb des Rippenbogens in der Medioklavikularlinie auf den Mittelbauch. Add your comment on this item685

Während der Patient tief einatmet (forcierte Bauchatmung) wandert der kaudale Leberrand nach unten auf die Fingerkuppen zu (Gleitpalpation). Add your comment on this item686

 

 
 


 

 

 

o        Alternative Palpation der Leber: Add your comment on this item687

 

Man steht auf der rechten Thoraxseite des Patienten. Add your comment on this item688

Die Finger beider Hände drücken nach dorsal und kranial unter den Rippenbogen. Add your comment on this item689

Lassen Sie den Patienten tief einatmen und tasten Sie mit den Fingerkuppen den kaudalen Leberrand. Add your comment on this item690

 

 


þ    Kratz-Auskultation der Leber: Add your comment on this item691

Aufsetzen des Stethoskops im Epigastrium (unter das Xiphoid). Man kratzt mit einem Holzspatel entlang der Medioklavikularlinie beginnend auf Höhe der 5. Rippe in engen Abständen über das Leberareal nach kaudal. Befindet sich der Spatel über der Leber, so kann man das Kratzen mit dem Stethoskop hören. Kranial und kaudal der Leber hört man kaum etwas (ungenaue Bestimmung der Lebergrenzen). Add your comment on this item692

 

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þ    Perkussion der Lebergrenzen:  Add your comment on this item694

Man perkutiert im Verlauf der Medioklavikularline. Add your comment on this item695

Bei der Perkussion achtet man auf den Übergang vom sonoren Klopfschall der Lunge zur Dämpfung durch den oberen Rand der Leber (Höhe ca. 6. Rippe) sowie den Übergang zum sonoren bis tympanitischen Schall im Mesogastrium. Add your comment on this item696

 

 

 

þ    Palpation der Milz: Add your comment on this item697

 

Die normal große Milz ist nur bei Kindern tastbar. Beim Erwachsenen wird die Milz im allgemeinen erst bei einer Vergrößerung auf ca. das Doppelte palpabel – die Methode ist zwar relativ insensitiv, bedeutet aber, dass eine tastbare Milz beim Erwachsenen immer ein pathologischer Befund ist.View comments on this item Add your comment on this item698

 

 

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þ    Palpation der inguinalen Lymphknoten: Add your comment on this item700

 

LK sind nur bei Vergrößerung tastbar. Es handelt sich also um eine orientierende Palpation der entsprechenden Regionen. LK können reaktiv entzündlich vergrößert sein (druckschmerzhaft, weich und verschieblich), im Rahmen von malignen oder systemischen Erkrankungen sind sie meist verhärtet und indolent. Siehe auch Wochenthema A. Add your comment on this item701

 

Palpation der inguinalen LK: Add your comment on this item702

Bei der Palpation der Leiste wird man häufig einige, maximal erbsengroße, nicht druckdolente Lymphknoten tasten können. Überprüfen Sie ob die Lymphknoten druckschmerzhaft, verschieblich, ein- oder beidseitig vergrößert sind. Add your comment on this item703

 

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þ    Inspektion der Leistenregion: Add your comment on this item705

 

Die wesentlichen Befunde der Leistenregion sind Hernien, vergrößerte Lymphknoten sowie der Puls der Arteria femoralis. Add your comment on this item706

 

Femoralishernie Add your comment on this item707

 

InguinalhernieView comments on this item Add your comment on this item708

 

Umbilicalhernie Add your comment on this item709

 

Epigastrische Hernie Add your comment on this item710

 
 


þ    Perkussion der Nierenlager: Add your comment on this item711

 

Um überflüssige Lageveränderungen des Patienten zu vermeiden, wird die Perkussion der Nierenlager sinnvollerweise im Rahmen der Thoraxuntersuchung (Wochenthema B) vorgenommen.  Add your comment on this item712

Der Patient sitzt und man klopft mit der Handkante zunächst vorsichtig in die Flanken (kostovertebraler Winkel). Normalerweise soll eine Erschütterung aber kein Schmerz ausgelöst werden. Patienten mit entzündlichen Prozessen (z.B. Pyelonephritis) geben bereits bei leichter Erschütterung in dieser Gegend starke Schmerzen an. Add your comment on this item713

 

 

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þ    Digitale rektale Untersuchung: Add your comment on this item715

 

Die rektale Untersuchung ist ein Standardbestandteil des physikalischen Status und sollte als solche bei stationärer Aufnahme durchgeführt werden. Add your comment on this item716

 

Material Add your comment on this item717

o        Nierentasse Add your comment on this item718

o        Gleitmittel Add your comment on this item719

o        Untersuchungshandschuhe Add your comment on this item720

o        Fingerling Add your comment on this item721

o        Abwischtücher Add your comment on this item722

o        Haemoccult (Test zum Nachweis von okkultem Blut) im Stuhl Add your comment on this item723

o       Unterlage Add your comment on this item724

 

 

1.         Kontaktaufnahme mit dem Patienten Add your comment on this item725

o        Hier gilt ganz besonders, dass die Intimsphäre des Patienten gewahrt bleibt, also Abdecken/Entblößen nur soweit erforderlich und Besucher hinausschicken (auch im Folgenden darauf achten, dass niemand stört). Add your comment on this item726

o        Vergessen Sie nicht: Für Sie wird diese Tätigkeit bald zur Routine, für den Patienten stellt es aber evtl. eine  Ausnahmesituation dar, die ihm Angst macht, in der Grenzen überschritten und vielleicht Schmerzen zugefügt werden. Add your comment on this item727

2.         Trennwand aufstellen Add your comment on this item728

3.         Patientenlagerung Add your comment on this item729

o        Rechts-Seitenlage mit angezogenen KnienView comments on this item Add your comment on this item730

o        Zum Patienten ans Bett setzen Add your comment on this item731

o        Patient soll sich entspannen Add your comment on this item732

4.         Anlegen von zuerst Fingerling und dann den Handschuhen Add your comment on this item733

5.         Befeuchtung des Untersuchungsfingers mit Gleitmittel Add your comment on this item734

6.         Inspektion der Analregion Add your comment on this item735

o        in Ruhe und beim Pressen Add your comment on this item736

o        Hämorrhoiden, Marisquen (zu Hautlappen reorganisierte Perianalthrombosen), Fissuren, Ekzeme … Add your comment on this item737

7.         Palpation des äußeren Sphinkters Add your comment on this item738

o        Untersuchungsfinger ruhig auf den Anus legen Add your comment on this item739

o        Warten bis äußerer Sphincter entspannt Add your comment on this item740

o        Erst jetzt mit drehender Bewegung langsam eindringen Add your comment on this item741

o        Patient beobachten: Schmerzen? Add your comment on this item742

 

8.         Palpation der Ampulla recti / Darmschleimhaut Add your comment on this item743

o        Normaler Befund: weich, verschieblich, keine tastbaren Geschwulste oder Ulcerationen Add your comment on this item744

9.         Prostata palpieren Add your comment on this item745

o        Walnuss- bis rosskastaniengroß Add your comment on this item746

o        Prallelastisch Add your comment on this item747

o        Zweigelappt Add your comment on this item748

-                  Achten auf: Add your comment on this item749

o          verstrichenen Sulcus (Adenom) Add your comment on this item750

o          fehlende Abgrenzbarkeit, höckrige Oberfläche oder isolierter Knoten, härtere Konsistenz (Karzinom) Add your comment on this item751

o          „Schneeballknirschen“ (Prostatasteine) Add your comment on this item752

o          Fluktuation (Abszess) Add your comment on this item753

o          Druckschmerz (Entzündung) Add your comment on this item754

o          Vergrößerte Samenbläschen kraniolateral (Abszess, Tumor, Verkalkungen) Add your comment on this item755

10.     Portio (Zervix Uteri) Add your comment on this item756

o        Bei entzündlichen Prozessen kann ein Portioschiebeschmerz ausgelöst werden (z.B. Adnexitis). Add your comment on this item757

11.     Untersuchung abschließen, Inspektion des FingerlingsView comments on this item Add your comment on this item758

o        Teerstuhl? Add your comment on this item759

o        Blut? Add your comment on this item760

12.     Haemoccult durchführen Add your comment on this item761

o        Stuhlprobe von unterschiedlichen Stellen des Untersuchungsfingers auf Untersuchungsfelder auftragen Add your comment on this item762

o        Briefchen schließen Add your comment on this item763

13.     Anus des Patienten abwischen Add your comment on this item764

o        weitere Abwischtücher beim Pat. lassen Add your comment on this item765

14.     Ausziehen der Handschuhe Add your comment on this item766

15.     Patient zudecken Add your comment on this item767

16.     Beendigung des Patientenkontakts Add your comment on this item768

o        Bei Verdacht auf abnormalen Befund den Patienten keinesfalls verunsichern Add your comment on this item769

17.     kontaminationsfreie Materialentsorgung Add your comment on this item770

18.     Haemoccult auf Station auswerten (Vorgehen laut Herstellerangabe) Add your comment on this item771

19.     Verdacht auf abnormalen Befund dem diensthabenden Stationsarzt mitteilen Add your comment on this item772

20.     Händedesinfektion Add your comment on this item773

 

Dokumentation von Tastbefunden der Prostata im Uhrzeigersinn
(siehe Schema).
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Wochenthema D (Extremitäten / Neurostatus) Add your comment on this item775

 

Untersuchungsgang Add your comment on this item776

 

þ             Arzt stellt sich vor Add your comment on this item777

þ             Patient macht sich frei Add your comment on this item778

 

þ             Inspektion Skelett und Gelenke
(im Stehen: Fehlstellungen, Varizen, Ödeme)
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þ             Inspektion der Muskulatur
(seitengleich, Atrophie, Kontraktionen)
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þ             Grobe Funktionsprüfung der Gelenke
(Beweglichkeit, seitengleich)
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þ             Pulsstatus (seitengleich!):  Add your comment on this item782

o        A. radialis Add your comment on this item783

o        A. brachialis Add your comment on this item784

o        A. axillaris Add your comment on this item785

o        A. femoralis Add your comment on this item786

o        A. poplitea  Add your comment on this item787

o        A. tibialis posterior Add your comment on this item788

o        A. dorsalis pedis Add your comment on this item789

þ             Inspektion und Palpation der Haut (v.a. untere Extremitäten)
(inkl. Temperaturvergleich, art./venöse Ulzera, Ödeme, Varizen, Thrombosen)
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þ             Kleiner Neurostatus:  Add your comment on this item791

o        Tremor Add your comment on this item792

o        Rigor Add your comment on this item793

o        Paresen Add your comment on this item794

o        Überprüfung der groben Kraft (untere und obere Extremität, seitengleich!) Add your comment on this item795

o        Sensibilität (immer seitengleich, Parästhesien) Add your comment on this item796

o        Periphere Reflexe:  Add your comment on this item797

§         Radiusperiost-Reflex Add your comment on this item798

§         Bizepssehnenreflex Add your comment on this item799

§         Tricepssehnenreflex Add your comment on this item800

§         Patellarsehnenreflex Add your comment on this item801

§         Achillessehnenreflex  Add your comment on this item802

o        Pyramidenbahnzeichen (Babinski) Add your comment on this item803

o        Feinmotorik (Diadochokinese) Add your comment on this item804

o        Koordinationsprüfung (Finger-Nase-Versuch) Add your comment on this item805

o        Nervendehnungsschmerz (Lasegue und Kernig bds.) Add your comment on this item806

 

þ             Pat kleidet sich wieder an Add your comment on this item807

þ             Mitteilen der Befunde Add your comment on this item808

þ             Offene Fragen beantworten Add your comment on this item809

þ             Verabschiedung Add your comment on this item810


Extremitäten Add your comment on this item811

 

þ    Inspektion Skelett und Gelenke Add your comment on this item812

 

Im Rahmen der Inspektion der Extremitäten sollte man besonders auf Fehlstellungen, Achsenabweichungen, Längenunterschiede (z.B. nach Hüftoperationen), Schwellungen im Bereich der Gelenke (z.B. Gelenksergüsse), Hämatome, Ödeme etc. achten. Erkrankungen des Hüft-, Knie- oder Sprunggelenks verursachen Hinken und Schonhaltung eines Beines. An den oberen Extremitäten sind Veränderungen im Rahmen von rheumatischen Erkrankungen  oder Sehnenverkürzungen (z.B. Dupuytren’sche Kontraktur, schnellende Finger) rasch erkennbar. Bei Schmerzen im Bereich der Hände wird der Patient Sie schon bei der Begrüßung vor zu starkem Händedruck warnen. Add your comment on this item813

Man sollte den Patienten beim Ausziehen der Kleidung, sowie bei einfachen Bewegungen beobachten, dabei wirken sich schmerzhafte Bewegungseinschränkungen besonders aus. Add your comment on this item814

 

þ    Inspektion der Muskulatur Add your comment on this item815

 

Gelenke und Muskulatur stellen eine funktionelle Einheit dar: Schonhaltungen oder Lähmungen (Paresen) führen sehr rasch an der betroffenen Extremität zu Muskelatrophie. Man beurteilt die Muskulatur daher immer im Seitenvergleich (gegebenenfalls Umfangbestimmung mit Maßband). Bei länger währender Immobilität können Beugekontrakturen (Verkürzung der Muskeln durch Atrophie) entstehen. Add your comment on this item816

 

þ    Grobe Funktionsprüfung der Gelenke Add your comment on this item817

 

Die Beweglichkeit aller wichtigen Gelenke sollte aktiv (der Patient bewegt das Gelenk selber) und passiv (der Untersucher bewegt das Gelenk) geprüft werden. Add your comment on this item818

o        Schulter-, Ellbogen-, Handgelenke Add your comment on this item819

o        Hüft-, Knie-, Sprunggelenke Add your comment on this item820

 

Beurteilung der Beweglichkeit: Add your comment on this item821

o        Flexion – Extension Add your comment on this item822

o        Abduktion – Adduktion Add your comment on this item823

o        Innen- & Außenrotation Add your comment on this item824

 

Weiterführende Gelenksuntersuchungen werden im unfallchirurgischen und orthopädischen Status durchgeführt. Add your comment on this item825

 


þ    Pulsstatus Add your comment on this item826

 

Der Pulsstatus wird im Seitenvergleich erhoben, wobei die Palpation mit dem 2. und 3. Finger erfolgt. Das Tasten der Pulse muss immer mit mindestens 2 Fingern einer Hand erfolgen, da sonst der Eigenpuls getastet werden könnte. Man beurteilt die Pulse (siehe Wochenthema A) im direkten Seitenvergleich. Die normale Pulsfrequenz beträgt
60-100/min.
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A. radialis Add your comment on this item829

 

A. brachialis Add your comment on this item830

 

A. axillaris Add your comment on this item831

 
 

 

 

 


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A. femoralis Add your comment on this item833

 

A. poplitea Add your comment on this item834

 

A. tibialis posterior Add your comment on this item835

 
 

 

 


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A. dorsalis pedis Add your comment on this item837

 

Aorta abdominalisView comments on item 838 Add your comment on this item838

 

A. carotis Add your comment on this item839

 
 

 

 

 

 


þ    Inspektion und Palpation der Haut
(v.a. untere Extremitäten)
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Es fallen minder durchblutete Extremitäten durch ihre Hautverfärbung und unterschiedliche Temperatur auf (Seitenvergleich!). Weiße oder bläulich verfärbte Finger oder Zehen weisen auf eine Minderperfusion hin. Weiters sollte man auf Varizen, Ödeme und Ulzera achten.  Add your comment on this item841

Ulzera arteriellen Ursprungs finden sich im Gegensatz zu venösen immer ganz peripher und schreiten im weiteren Verlauf nach proximal fort. Add your comment on this item842


Extremitätenödeme  werden im Seitenvergleich beurteilt, Beinödeme am besten am Knöchel und prätibial. In subkutanen Flüssigkeitsansammlungen hinterlässt der drückende Finger eine Delle, die sich erst langsam wieder zurückbildet. Lymphödeme weisen dieses Phänomen nicht auf. Ödeme bilden sich bei Herzinsuffizienz in den tieferliegenden Körperpartien (lageabhängig - meist Beine). Add your comment on this item843

Bei Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose muss die gesamte Extremität untersucht werden. Man achtet auf Differenzen des Umfangs, Temperatur- und Farbunterschiede und palpiert auf eine vermehrte Konsistenz, Verhärtungen und Druckschmerz. Add your comment on this item844

 

 

 

Kleiner Neurostatus Add your comment on this item845

 

þ    Rigor Add your comment on this item846

 

Rigor ist eine besondere Form der Tonuserhöhung, der in Beugern und Streckern gleichermaßen auftritt. Es handelt sich dabei um eine dauerhafte Widerstandserhöhung, die bei der passiven Prüfung ruckartig nachgibt und abgehackt erscheint: Zahnradphänomen Add your comment on this item847

(ein typisches Zeichen bei M. Parkinson).  Add your comment on this item848

Bei der passiven Beweglichkeitsprüfung legt der Untersucher die Finger einer Hand z.B. in die Ellenbeuge und bewegt den Unterarm des Patienten mit der anderen Hand. Dabei lässt sich das ruckartige Bewegen der Sehnen der Beugemuskulatur gut palpieren. Add your comment on this item849

 

þ    TremorView comments on this item Add your comment on this item850

 

Als Tremor bezeichnet man rhythmische Zuckungen antagonistisch wirkender Muskeln. Add your comment on this item851

Man differenziert Amplitude und Dauer. Add your comment on this item852

o        Amplitude: grobschlägig – feinschlägig Add your comment on this item853

o        Dauer: ständig, in Ruhe, bei Intention Add your comment on this item854

 

Ein Neuauftreten bzw. Zunahme bei zielgerichteten Bewegungen wird bei zerebellären Störungen gefunden: Intentionstremor. Add your comment on this item855

Bei älteren Personen besteht häufig ein feinschlägiger Ruhetremor, der bei absichtlichen Bewegungen verschwindet: physiologischer Alterstremor. Add your comment on this item856

Einen feinschlägigen Tremor findet man auch bei Alkoholkrankheit. Add your comment on this item857

                                                                                Add your comment on this item858

þ    Paresen Add your comment on this item859

 

Als Paresen werden Störungen der Motorik einzelner Muskeln bzw. Muskelgruppen bezeichnet, die mit Lähmungen verbunden sind. Man unterscheidet spastische und schlaffe Lähmungen. Bei vollständigem Funktionsausfall großer Muskelgruppen spricht man von Plegie oder Paralyse (Hemiplegie, Tetraplegie). Add your comment on this item860

 

þ      Überprüfung der groben Kraft Add your comment on this item861

 

Geprüft wird die Kraftentwicklung einzelner Muskeln bzw. Muskelgruppen. Der Patient soll Bewegungen in Funktionsrichtung des jeweils untersuchten Muskels gegen den Widerstand des Untersuchers mit möglichst maximaler Kraft ausführen.  Add your comment on this item862

Es wird auf eine seitengleiche Kraftentwicklung bei Armen und Beinen geachtet. Add your comment on this item863

 

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þ    Sensibilität Add your comment on this item865

 

Die Oberflächensensibilität kann orientierend durch gleichzeitiges Bestreichen beider Extremitäten mit allen Fingerkuppen geprüft werden. Der Patient soll dabei die Augen geschlossen halten, um die optische Kontrolle auszuschließen. Man bittet den Patienten auf unterschiedliche Wahrnehmungen zu achten (Seitenungleichheit, unterschiedliche Empfindungsqualitäten).  Add your comment on this item866

 

Neben Störungen der Wahrnehmung kommen auch abnorme Reizerscheinungen vor = Parästhesien (Mißempfindungen): Add your comment on this item867

o        Kribbeln, „Ameisenlaufen“ Add your comment on this item868

o        Prickeln, Brennen Add your comment on this item869

o        elektrisierende Schmerzen Add your comment on this item870

 

 

þ    Periphere Reflexe Add your comment on this item871

 

o       Radius-Periost Reflex Add your comment on this item872

 

 

Der Unterarm wird gebeugt mit den Handflächen nach unten gelagert.  Add your comment on this item873

Einen Finger ca. 5 cm oberhalb des Handgelenks auf den Radius legen und mit dem Reflexhammer auf den Finger klopfen. Bei nicht Auslösbarkeit die Radiuskante direkt beklopfen. Add your comment on this item874

Ergebnis: Normal ist eine leichte Beugebewegung des Unterarms. Add your comment on this item875

 


 

 

o       Bizepssehnenreflex Add your comment on this item876

 

Sehne mit Daumen oder Zeigefinger gut tasten. Hammerschlag auf den in der Ellenbeuge des Patienten gelegten Finger.  Add your comment on this item877

Ergebnis: Beugung im Ellbogengelenk. Add your comment on this item878

 

 

o       Tricepssehnenreflex Add your comment on this item879

 

 

Bei angewinkeltem Unterarm und abgewinkeltem Oberarm wird auf die Sehne des Musculus triceps brachii
(auf den Finger des Untersuchers) kurz oberhalb des Olekranons ein Schlag  ausgeführt.
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Ergebnis: Streckung des Unterarms. Add your comment on this item881

 

 

 

o       Patellarsehnenreflex Add your comment on this item882

 

Bei leicht gebeugtem Bein erfolgt ein Schlag auf die Sehne des M. quadriceps femoris unterhalb der Patella. Add your comment on this item883

Ergebnis: Ruckartige Streckung des Beines im Kniegelenk. Add your comment on this item884

 

 


 

o       Achillessehnenreflex Add your comment on this item885

 

Schlag auf die Achillessehne ca. 5 cm oberhalb des Fersenbeins bei abduziertem und abgewinkeltem Bein. Add your comment on this item886

Ergebnis: leichte Plantarflexion des Fußes im Sprunggelenk. Add your comment on this item887

 

 

 

 

þ    Pyramidenbahnzeichen Add your comment on this item888

 

Eine akute Pyramidenbahnläsion im Gehirn oder Rückenmark (z.B. bei Schlaganfall) führt zu schlaffen Lähmungen, zu gesteigerten und pathologischen Reflexen. Add your comment on this item889

 

Ein sicheres Zeichen bei zentraler Lähmung ist der positive Babinski-Reflex (bei Säuglingen ist dieser Reflex physiologisch positiv): Add your comment on this item890

Tonische Extension der Großzehe und Plantarflexion der Kleinzehe mit Spreizphänomen durch kräftiges Entlangstreichen der lateralen Fußsohle mit einem spitzen Gegenstand (z.B. Daumennagel, Reflexhammerhandgriff, Kugelschreiber etc). Add your comment on this item891

 

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                                   Add your comment on this item893

 

Babinski negativ Add your comment on this item894

 

Babinski positiv Add your comment on this item895

 
 

 

 



þ    Feinmotorik (Diadochokinese) Add your comment on this item896

 

Die Feinmotorik wird mit schnellen Wechselbewegungen durch abwechselnde Pronation und Supination der Hände (Glühbirnen ein- und ausdrehen) untersucht. Add your comment on this item897

Diese Untersuchung wird mit beiden Händen gleichzeitig durchgeführt.  Add your comment on this item898

Weiters wird der Daumen-Zeigefinger-Versuch gemacht, bei dem eine länger dauernde Schraubbewegung (Uhr aufziehen) demonstriert werden soll. Add your comment on this item899

 

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Schraubbewegung von Daumen und ZeigefingerView comments on this item Add your comment on this item901

Gegensinnige Schraubbewegung der Hände Add your comment on this item902

Ist der Bewegungsablauf normal und rhythmisch spricht man von Eudiadochokinese, eine verlangsamte Bewegung nennt man Bradydiadochokinese, eine völlig unkoordinierte Bewegung Adiadochokinese. Add your comment on this item903

 

 

þ    Koordinationsprüfung (Finger-Nase-Versuch) Add your comment on this item904

 

Im Rahmen der Prüfung der Koordinationsfähigkeit (Kleinhirn) führt man den Finger-Nase-Versuch durch. Dabei soll der Patient mit geschlossenen Augen und von der Position des gestreckten Armes ausgehend mit der Zeigefingerspitze in einer bogenförmigen Bewegung die Nase treffen.  Add your comment on this item905

 

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Alternativ kann der Knie-Ferse-Versuch durchgeführt werden. Dabei wird im Liegen mit der Ferse das Knie des anderen Beines berührt und davon ausgehend die Ferse entlang der Tibiakante (Schienbein) nach distal bewegt. Add your comment on this item907

 


þ    Nervendehnungsschmerz

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Nervendehnungsschmerzen können bei Dehnung von Nervenwurzeln, Rückenmark oder Meningen auftreten. Add your comment on this item909

 

Das gestreckte Bein des liegenden Patienten wird im Hüftgelenk gebeugt. Bei Schmerzen im Gesäß, Bein oder Wirbelsäulenbereich ist eine Beugung bis 90 Grad nicht möglich, das entspricht einem positiven Lasegue. Add your comment on this item910

 

Wird das Kniegelenk schmerzreflektorisch gebeugt, so entspricht dies dem Kernig-Zeichen. Add your comment on this item911

 

 

 

Anhang: Add your comment on this item912

 

Der Notfallpatient Add your comment on this item913

 

Grundsätzlich gilt, je akut lebensbedrohlicher die Erkrankung, umso kürzer die Anamnese und Untersuchung. Lebensrettende Sofortmaßnahmen siehe  die Lehrveranstaltungen „Erste Hilfe“ und „Notfallmedizin“. Add your comment on this item914

 

Untersuchungsparameter für Notfallpatienten Add your comment on this item915

  1. Grad der Bewusstlosigkeit Add your comment on this item916

Reaktion auf Ansprechen, Berührung und Schmerzreize zur Beurteilung der Komatiefe  Add your comment on this item917

  1. Atmung Add your comment on this item918

Atemfrequenz, Stridor, Atemgeräusche, Auskultation der Lunge Add your comment on this item919

  1. Herz-Kreislauf Add your comment on this item920

Blutdruck, Pulsfrequenz, Pulsqualität, Arrhythmie, Herzgeräusche Add your comment on this item921

  1. Aussehen, Geruch Add your comment on this item922

Zyanose, Blässe, Hautturgor, Verletzungen (inkl. Blutungen) Add your comment on this item923

Urämie, Alkohol, Ketonkörper Add your comment on this item924

  1. ZNS Add your comment on this item925

Pupillenform, Pupillenreaktion auf Licht, Meningismus, Paresen, Tonus, Reflexe Add your comment on this item926

  1. Abdomen Add your comment on this item927

Druckschmerz, Abwehrreaktion, Darmgeräusche, Organvergrößerungen Add your comment on this item928

  1. Weiterführende Untersuchungen Add your comment on this item929

Labor (Blutzucker, Blutgase, Elektrolyte, etc.), EKG, bildgebende VerfahrenView comments on item 930 Add your comment on this item930